Tracking Codes
Funktionsweise und Implementierung auf Webseiten
Einführung
Tracking Codes ermöglichen es, Besucherzahlen auf Webseiten zu beobachten und ihre Aktivitäten bzw. ihr Nutzerverhalten zu analysieren. Dies kann zum Beispiel für das Schalten von Werbung interessant sein. Tracking Codes bestehen aus einem in JavaScript geschriebenen Code, welcher in das HTML-Dokument, das als Grundlage für das Anzeigen der Webseite im Browser dient, eingebettet ist. Weiterführend sind auch neuere gesetzliche Bestimmungen wie die seit Mai 2018 geltende DSGVO zu beachten.
Wie funktioniert das Tracken genau?
Tracking Codes bestehen aus einem String, welcher aus Zahlen und Buchstaben bestehen kann. Dieser JavaScript Code wird bei Aufruf der Webseite automatisch ausgeführt. Der Client wird aufgefordert, Daten wie seine IP-Adresse, geklickte Links und die Verweildauer auf der Webseite an den Server der die Webseite hostet zu übermitteln.
- Event -Tracking (Mausklicks)
- Klicks auf Werbeanzeigen
- Erfassen von Aufmerksamkeit der User
- E-Commerce Tracking
Beim Tracken von Benutzerinteraktionen mit der Webseite kann man auf zwei Möglichkeiten zurückgreifen. Entweder man trackt die Interaktionen direkt auf dem Webserver oder aber im Browser. Im folgenden werde ich mich auf die Browser-Variante beschränken, da der Tracking Code auf JavaScript beruht.
Wenn ein Benutzer eine Webseite im Internet mit einem Browser aufruft passiert folgendes:
- Benutzer tippt URL ein oder klickt auf Link
- Browser fordert URL beim Server an
- Server sendet HTML zum Browser
- Browser parst HTML und beginnt die Webseite darzustellen
- Beim rendern stößt Browser auf Javascript Code
- Browser führt Javascript Code aus
- Javascript Code kreiert ein Tracking Object („s Objekt“)
- Code weist dem Objekt Werte zu
- Code sendet Objekt zum Trackingserver
Was ist Ziel der Aktion?
Tracking Codes können Auskunft über den bestehenden Traffic bzw. Datenverkehr, sowie die Anzahl der Webseitenzugriffe und Klickpfade, also Schritte die ein Benutzer auf einer Webseite macht, um zu seinem Ziel zu kommen, geben. Diese Daten können dann ausgewertet werden von Services wie Google-Analytics. Google-Analytics ist in der Lage, die Daten so darzustellen, dass sie verwertbar sind und KPIs sich erkennen und kontrollieren lassen.
Wie ist ein Tracking Code aufgebaut?
– Beispiel: Adobe mit SiteCatalyst
01 - <html> 02 - <head> 03 - <title>Landingpage</title> 04 - </head> 05 - <body> 06 - <p>Hallo! Bitte kaufen Sie <a href="produkt.html">unser 07 - Produkt</a></p> 08 - http://s_code.js 09 - <script type="text/javascript"> 10 - s.pageName="Landingpage"; 11 - s.t(); 12 - </script> 13 - </body> 14 - </html>
Datei s_code.js
Die s_code.js Datei ist die zentrale Javascript Datei für SiteCatalyst. Pro Webseite wird eine s_code.js Datei erzeugt.
Die Datei besteht aus mehreren Abschnitten:
- Initialisierung – die s_account Variable wird gesetzt und mit der Funktion s_gi() wird das Trackingobjekt („s Objekt“) erzeugt.
- Konfiguration – die wichtigsten Einstellungen werden gesetzt, z.B. die Währung und der CharSet (meist automatisch)
- s_doPlugins(s) – die doPlugins Funktion wird definiert. DoPlugins können zusätzliche Variablen definieren. Sie enthalten die eigentlichen Tracking Code Schnipsel.
- Plugins – hier werden benötigte Plugins eingefügt / definiert. Diese kann man dann in der doPlugins Funktion benutzen.
- Modules – enthalten Code für Zusatzmodule
- Code – eigentliche Code für die Grundfunktionalität von SiteCatalyst.
Das Objekt wird durch das Laden der s_code.js Datei erzeugt. Das Objekt bildet eine Art Behälter für die (Tracking-) Daten, die gespeichert werden sollen. Im Behälter enthalten sind außerdem alle Modules und Plugins und die doPlugins Funktion (eigentlich Methode), damit der Browser später auf diese zugreifen kann.
Einige Daten im s-Objekt setzt die s_code.js Datei von selbst zum Beispiel wohin die Trackingdaten gesendet werden.
Was passiert anschließend mit den Daten?
-Beispiel: Google Analytics
Google hat seinen eigenen Tracking Code. die dazugehörige Software Google Analytics ist eine weit verbreitete Anwendung zum Tracken von Benutzerinteraktionen. Das hängt mit der sehr einfachen Erstellung eines solchen Tracking Codes zusammen und einer sehr umfassenden Berichtserstellung.
